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03/09
Theater im Badhaus in Bad Ems eröffnet
Eröffnungswochenende mit viel Prominenz und ca. 3.000 Besuchern

Nach nur 11 Monaten Bauzeit haben die Familien Dres. Krausbeck und Jörnhs als Bauherren das "Badhaus im Kurpark" in Bad Ems seiner neuen Bestimmung übergeben. Schon seit einigen Monaten brannte in dem historischen Badegebäude von 1845 wieder Licht. Bereits im November waren Anja Stollhof mit ihrem Kosmetikstudio und Henry Terhardt mit seiner D.A.T. -Gastronomie ins restaurierte Badhaus eingezogen. Kurze Zeit später folgte der Heilpraktiker Friedrich Depke mit dem Naturheilzentrum als Dependance des Kemmenauer Stammhauses.
Am 6. März 2009 nach kurzer Bauunterbrechung erfolgte die Inbetriebnahme des "Theater im Badhaus", das im östlichen Kopfbau des 56 m langen Gebäudes untergebracht ist.
Sowohl Landrat Günter Kern, wie auch die Bürgermeister Josef Oster und Ottmar Canz betonten in ihren Eröffnungsansprachen am Freitagnachmittag das hohe Engagement und Risiko, das die Bauherrenfamilien als private Investoren eingegangen sind. Die wiederum, Krausbeck und Jörnhs, bedankten sich bei Land und Stadt für die finanzielle Unterstützung aus den Töpfen der Stadtsanierung. Besonders freuten sich die Anwesenden über die Ankunft von Herrn Staatssekretär Roger Lewentz (SPD), der extra für diesen Anlass von einem wichtigen Termin in der Pfalz früher zurückgekehrt war. In gewissem Sinne kann Lewentz als Geburtshelfer für den gelungen Umbau angesehen werden, denn die ersten Gespräche mit den Bauherren führte er bereits unmittelbar nach dem Kaufabschluss nach dem Bartholomäusmarkt-Montag 2007.
Das neu hergerichtete Gebäude soll mit seinen Betrieben, dem Theater und der Außenterrasse als neuer Veranstaltungsort die Bad Emser und die umliegende Bevölkerung erreichen. Dass dies schon in der Vergangenheit mit spektakulären Aktionen wie Richtfest und einem Tag der offenen Tür gelungen ist, wurde am Eröffnungswochenende bestätigt. Etwa 3.000 Interessierte durchstreiften den weitläufigen Gebäudekomplex.
In der Zukunft wird das Theater vom Kellertheater CasaBlanca e.V., das von der Weißen Villa ins "Theater im Badhaus" umgezogen ist, genutzt. Weitere Nutzer sind der Verein Lichtblick, der in der 2. Jahreshälfte hinzukommen wird und andere Anmieter von gewerblicher oder Vereinsseite. Der neue Theatersaal steht laut Vereinbarung für die nächsten 25 Jahre jeweils 25 mal der Stadt Bad Ems zur Nutzung zur Verfügung und ist damit ein Saal für alle Bad Emser.
Man fühlt sich wohl, wenn man das Gebäude betritt. Sogleich wird man von den warmen Tönen der Holzverkleidung im Biedermeier-Stil empfangen. Die von vielen Privatbesitzern gestifteten historischen oder auch zum Teil originellen Kacheln zieren den oberen Sims der Wandverkleidungen und sind mit kleinen Namensschildchen versehen. Neben Kacheln aus Bad Emser Gebäuden finden sich Kacheln aus der Slowakei, aus der Partnerstadt Droitwich und den umliegenden Gemeinden. Die von Uhrmachermeister Joachim Franken restaurierten Uhren der ehemaligen Badekabinen zieren verschiedene Stellen des Hauses. Die "besetzt"-Lämpchen der ehemaligen Badekabinen wurden von Elektromeister Bernd Klein wieder instand gesetzt und befinden sich an ihrem alten Platz über den Türeingängen. Die historischen Solnhofener Fliesen wurden vorsichtig in der Bauphase entnommen, gereinigt und wieder eingesetzt. Die Rosetten unter den Regenrinnen haben einen neuen Anstrich erhalten. Viele Dutzend Details sind also Original im "Badhaus im Kurpark", andere Dinge mussten baulichen oder hygienischen Zwängen weichen. Die Integration aller Bauteile darf als gelungen angesehen werden. Die Fotos von Jürgen Heyden, aufgenommen am 18.4.2008, einem Tag vor Umbaubeginn, zieren den Theatersaal und zeigen den Besuchern, wie es noch vor kurzem im Badhaus ausgesehen hat. Die Klappstühle der Schule für Nachrichtenwesen der Bundeswehr haben zum Teil einen neuen Platz auf der Galerie des Theaters gefunden und dürfen auf eine gute Zukunft hoffen. Ihr leuchtendes Orange trifft sich gut mit den roten Karlsbadener Theaterstühlen im Parkett und den aus Wien bzw. Prag gelieferten Kronleuchtern. Die kleine Bühne des Kellertheaters ist samt Klavier und Redner-pult natürlich umgezogen. Die Technik mit Licht und Ton sowie Beamer wurde erweitert und entspricht jetzt neuesten technischen Erkenntnissen. Plakate bekannter Kabarettisten, die bereits in Bad Ems aufgetreten sind, zieren das Treppenhaus, so dass man den Eindruck hat, es war schon immer so ... .
Diesen Eindruck hatte am Eröffnungswochenende auch der lange in Bad Ems lebende Kabarettist Thomas C. Breuer, der treffende Worte für seine Heimatstadt, die Bevölkerung und die Entwicklung fand. Als erster Kabarettist hatte er die Ehre, die Bühne im neuen Theater betreten zu dürfen. Prof. Dr. Bodo Schwartzkopff referierte zuvor eindringlich über Kulturkonzepte unserer schönen Stadt und gab diverse Rück- und Ausblicke, die hoffnungsfroh stimmten. Mit Lucas Wecker und seinem Begleiter Carl Robert Helg am Klavier brillierte ein junger Geigenvirtuose vor den geladenen Gästen.
Tags darauf, am Samstag, dem 7.3.09, wurde das Theater dem Kellertheater CasaBlanca zur Premiere gewidmet (Bericht folgt später).
Den Tag der offenen Tür am darauffolgenden Sonntag ließen sich mehr als 2.500 Besucher aus Bad Ems aber auch Koblenz, Neuwied, Wiesbaden und Montabaur nicht entgehen.